• André Koegler

BVDW-Whitepaper zum Thema Wege-Modell/PUR-Modell/Cookie-Wall veröffentlicht

Information vom Bundesverband der Digitalen Wirtschaft (BVDW) e.V. vom 21.10.2021 Zum originalen Artikel geht es hier.

Der BVDW-Arbeitskreis „Consent Management“ hat einen Überblick zum Thema Wege-Modell/PUR-Modell/Cookie-Wall erarbeitet. Eine Abfrage des Consents ist notwendig, um Zugang zur Webseite und den darin enthaltenen Inhalten zu erlangen. In der Praxis wird am häufigsten der Begriff „PUR-Modell“ verwendet. Hierunter wird regelmäßig ein Zwei-Wege-Modell verstanden. Der Nutzer kann dabei entweder über eine erteilte Einwilligung oder die zweite in der Regel kostenpflichtige Möglichkeit wählen und ohne/weniger Werbung und ohne Tracking auf die Webseite gelangen.


Im Whitepaper wird zunächst grundlegend begriffliche Klarheit „Wege-Modell/PUR-Modell/Cookie-Wall“ geschaffen und der Kern des PUR-Modells sichtbar gemacht. Im Anschluss wird das Modell rechtlich eingeordnet.

Darüber hinaus gibt das Whitepaper Praxistipps, die bei der Einrichtung eines solchen Modells zu beachten sind. Das Whitepaper wird von dem BVDW-Arbeitskreis „Consent Management“ regelmäßig überarbeitet und an die aktuellen Diskussionen sowie Entwicklungen angepasst.


Das Whitepaper zum Wege-Modell/PUR-Modell/Cookie-Wall finden Sie hier.


Auszug aus dem Whitepaper:


..."2. Rechtliche Einordnung PUR-Modell


Die PUR-Modelle werden vor allem von den Datenschutzaufsichtsbehörden

unterschiedlich bewertet. Die Hamburger Landesdatenschutzbehörde hat

beispielswese bei der Entwicklung eines PUR-Modells geholfen und dieses

entsprechend ihrer Rechtsauffassung ausgestaltet. Auch die Mehrheit der deutschen

und europäischen Datenschutzaufsichtsbehörden halten die Modelle für

datenschutzrechtlich wohl für zulässig.

In Österreich hat beispielsweise die Datenschutzaufsichtsbehörde bereits

festgestellt, dass die Einwilligung als vertragliche Gegenleistung keinen Verstoß

gegen das Kopplungsverbot darstellt (Österr. Aufsichtsbehörde, Entsch. v.

20.08.2019 – DSB-D122.974/0001 – DSB/2019). Auch auf die Entscheidung dieser

Aufsichtsbehörde vom 30.11.2018 - DSB-D122.931/0003-DSB/218) kann verwiesen

werden.

noyb hat demgegenüber im August 2021 bei verschiedenen PUR-Modellen

hauptsächlich das Pricing angegriffen. Nach Ansicht einiger

Datenschutzaufsichtsbehörden sei die Preisgestaltung -abgesehen von

offensichtlich unverhältnismäßigen Fällen- jedoch keine datenschutzrechtliche

Fragestellung. Vorschläge zur e-Privacy VO gehen, wie auch zahlreiche juristische

Diskussionen, insbesondere bei dem Angebot eines gleichwertigen

Alternativzugangs, in dieselbe Richtung. Die Kritik an einem nicht angemessen Pricing

kann dann entkräftet werden, wenn der Publisher aufzeigen kann, dass der alternative

Weg lediglich die Ausfälle, welche durch kein Tracking und keine Werbung entstehen,

kompensiert werden. Dies ist insbesondere bei webseitübergreifenden PURLösungen anzunehmen."...


t-online PUR-Abo Modell
Beispiel des PUR-Abo Modells auf www.t-online.de

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